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Montag, 10. Februar 2014

Auf zur Vivaness 2014!

Ausweis
Nach langer, universitätsbedingter Blogpause hat mich die Schreiblust wieder gepackt. Nicht ohne besonderen Grund, denn ein naturkosmetisches Großereignis steht in den Startlöchern: die Vivaness 2014 eröffnet kommenden Mittwoch in Nürnberg und wird wieder Heerscharen von interessierten Fachbesuchern mit Neuem und Altbewährtem aus der Naturkosmetik-Branche anziehen. Da das Messegelände riesig ist und die Aussteller in der Zahl überwältigend, plane ich schon im Voraus, welche Firmen ich auf jeden Fall besuchen möchte sowie an welchen Vorträgen, Führungen etc. ich teilnehmen möchte.
Mein kosmetisches Reisegepäck ist schon zusammengestellt und in seinem Umfang recht transportfreundlich.

Pflege
Zur Körperpflege nehme ich das wunderbar pflegende Öl Baba Jaga von Waldfussel mit. Der zitrisch-krautrige Duft ist leider nicht ganz so meins, aber dafür ist die Pflegewirkung absolut unschlagbar und macht dieses Öl zu einem Spitzenkandidaten in meiner Körperpflege. Beim nächsten Mal nehme ich einen anderen Duft, z.B. das nach Lavendel duftende Öl Toskana. Ein superdicker Pluspunkt im Hinblick auf den Transport ist der Flakon aus Kunststoff: er ist sehr leicht und übersteht auch Stürze auf Badfliesen, wenn Madame wieder mit öligen Fingern mit der Flasche hantiert ;-)
Das Öl basiert übrigens auf Reiskeim-, Jojoba- und Sheaöl.
Das Gesichtstonikum von Dr.Hauschka darf natürlich nicht fehlen, genauso wie die Quittencreme für tagsüber und das Pai-Gesichtsöl für nachts. Ebenso wenig möchte ich unterwegs auf gescheite Lippenpflege verzichten, daher das von mir heißgeliebte Lippenkosmetikum im Gepäck. Für kleine Schrammen und trockene Hautstellen hab ich dann noch den kleinen Superhelden in der Dose, den Baume de Soin von Ballot-Florin, dabei. Als Deo kommt für mich nichts anderes mehr als Deocreme in Frage, diesmal eine von Wolkenseifen mit dem neuen Duft Herzenslust. Ich mag den Duft! Er ist sehr feminin, blumig, rund, cremig, weich, sinnlich und zugleich frisch. Eine gelungene Erweiterung des Deo-Sortiments.

Makeup
Mit Cremes geht es weiter, denn ich habe keine Lust extra Pinsel mitzuschleppen. Einzig ein bisschen Puder und einen Kabuki werde ich noch hinzufügen. Ich bin schon seit Ewigkeiten mit dem Aufbrauchen meines Bobbi Browns Concealers beschäftigt, er wird einfach nicht leer! Er ist schon gut, das muss ich ihm lassen, auch wenn er ganz und gar nicht natürlich ist. Sein Nachfolger wird es aber sein ;-)

Für die Wangen pack ich das Cremerouge Lovely von Kjaer Weis ein, eine wunderbare Farbe. Überhaupt ist ein Tupfer Rouge nicht zu unterschätzen, gerade an Tagen der Blässe und bei Grau-Nuancen im Gesicht…
Als Highlighter und Lidschatten nehme ich Lunar von rms beauty mit, sowie natürlich Magnetic (HIER und HIER habe ich jeweils darüber berichtet). Beide Marken gibt es z.B. bei Amazingy. Frisch gewaschene Finger sind einfach am praktischsten fürs schnelle Make-up!

Eine 100% verschmiersichere NK-Mascara habe ich noch nicht gefunden, daher nehme ich die High Impact von Clinique, auch wenn ich tausend Mal lieber eine “cleane” Wimperntusche hätte. Für den schnellen, superfeinen Lidstrich hat sich der Eyeliner von Physicians Formula bewährt, den ich nun schon zum dritten Mal nachgekauft habe! (Allerdings aus den Staaten, bei iherb.com)

Dann gibt es noch einen abgenutzten Brauenstift von Pierre Ricard, ein Relikt in meiner Make-up-Sammlung. Aber es geht einfach so fix damit!
Fürs Finish dann noch ein Lippenpflegestift von Lakshmi und den wunderschönen Pink Topaz von Dr.Hauschka.

Das war’s und mehr Beautykram will ich auch gar nicht mitnehmen. Leichtes Gepäck macht einem das Leben leichter ;-)

Übermorgen geht es los!

Dienstag, 19. November 2013

Natronpulver für schönes Haar

Na toll, da kündige ich die Fortführung meines Blogs an und dann häng ich hier nur höchst selten rum. Das liegt natürlich an einem einzigen Grund: Ich schreibe meine Abschlussarbeit und das seeehr intensiv. Bis Mitte Dezember möchte ich fertig werden und das unterwirft mich einem gewissem Zeitdruck. Immerhin ist das Thema genau mein Ding. Ich möchte hier nicht zu viel dazu sagen, aber es geht um Naturkosmetik ;-)

Heute morgen hat es mich aber wieder gepackt – seit Tagen geistern mir ein paar Dinge im Kopf herum, die ich für mitteilungswürdig halte und deshalb bin ich extra früh aufgestanden eins davon für euch danieder zuschreiben :-D
Es gibt leider kein Foto für euch heute, der Protagonist meines Posts ist euch allen vermutlich eh bekannt und sieht in seiner Reinform sowieso eher aus wie illegales Rauschmittel…

Ich halte ja große Stücke auf den Allrounder Natronpulver. Es ist ein umweltschonendes Allzweckmittel und wird meinem Eindruck nach oft unterschätzt. In meinem Haushalt kommt es an allen Ecken und Enden zum Einsatz: in der Waschmittelkammer zum Waschmittel als Reinigungsverstärker, zum Abflussreinigen, als Schuhpulver, als Zutat für meine selbstgerührte Deocreme, als Handpeeling (siehe mein Post dazu HIER), zum Salatwaschen, zum Deodorisieren der Spülmaschine…

Vor einigen Tagen bekam ich dann von einer Freundin den Tipp, reines Natronpulver als Haarwaschmittel zu verwenden. Erst war ich skeptisch, weil ich Natron bisher nur als Reinigungsverstärker, also mit einem Tensid zusammen, verwendet habe. Aber sie war so begeistert davon, dass ich es schließlich auch mal an meinem Schopf ausprobiert habe.

Dazu gibt man einen TL Natronpulver auf einen Becher warmes Wasser (besser aus Plastik, er kommt ja mit unter die Dusche). Dann verteilt man diese Lösung im trockenen Haar und massiert sie gut ein. Während der Einwirkzeit von ca. zwei Minuten seif ich mich dann ein und wasche dann meine Haare aus. Und sie fühlen sich bereits sehr gut an! Zum Abschluss mach ich dann noch eine saure Rinse mit einem Spritzer Plastikzitrone auf einen Becher Wasser. Dann nochmal kurz mit klarem Wasser nachspülen und raus aus der Dusche!
Es war wie eine Erleuchtung – so einfach und doch bin ich vorher einfach nicht drauf gekommen! Die ganze Prozedur klingt aufwendiger als sie ist, ich brauch mit dem Natron-Procedere genau so lange wie mit meinen anderen Shampoos.

Bisher habe ich immer Kaiser-Natron für meine Zwecke verwendet, aber das geht auf die Dauer ganz schön ins Geld. Man bekommt die Tütchen im 5er-Pack mit insgesamt 250g für rund 2 Euro. Bei meinem Verbrauch sind die Tütchen ratz-fatz leergerieselt, ich brauchte also eine neue Bezugsquelle die meinen Maßstäben entspricht. So erwarte ich die nächsten Tage die Lieferung eines 5-Kilo-Eimers Natron. Ja ja, meine männliche bessere Hälfte hat nur den Kopf darüber geschüttelt, wie ich mich über einen Eimer NaHCO3 so freuen könne… Aber er macht jetzt auch das Natronshampoo und dafür braucht es halt die notwendigen Rohstoffe :-D

Ich finde diese Art des Haarewaschens total super: die Kopfhaut wird nicht gereizt, aber dennoch ist die Lösung stark genug, um sogar Stylingprodukte aus den Haaren zu lösen. Mein Haar bekommt ein Volumen, das ist nicht von dieser Welt. Und es glänzt… man will sich die ganze Zeit in die Haare fassen!
Es herrscht zur Zeit eine starke Konkurrenz unter den Produkten in meiner Dusche, denn jedes will meine Aufmerksamkeit und benutzt werden. Daher wechsel ich immer ab, nehme das Shampoo, worauf ich Lust habe. Das Natronwunder kommt so einmal die Woche zum Einsatz.

Habt ihr das schonmal gemacht? Oder habt ihr andere denkbar simple Hausmittel für eure Haarwäsche? Ich bin immer offen für neue haarige Ideen :-)
Jana

Samstag, 28. September 2013

Favoriten meiner Gesichtspflege

Gesichtspflege rundes Foto
Meine Gesichtspflegeroutine ist seit einigen Jahren konstant geblieben. Ich teste hie und da mal ein neues Hydrolat oder ein Öl, aber der harte Kern an Produkten ist immer derselbe. Da nehme ich auch keine großen Veränderungen mehr vor, denn nach jahrelangen Optimierungsversuchen zeigt sich der Mühe Lohn an der eigenen, so wunderbar ausgeglichenen Gesichtshaut und man findet so etwas wie den Heiligen Gral *gääähn*. 

Meine Gesichtspflege lässt sich im Großen und Ganzen auf die oben abgebildeten Produkte herunterbrechen. Hinzu kommt nur noch das Reinigungsprodukt, und das ist eine Salzseife für morgens und eine Kräuterseife für abends, meist ein wunderbares Modell von Waldfussel.

Morgens: Nach dem Duschen sprühe ich mein Gesicht mit einem Blütenhydrolat ein, da kaufe ich je nach Verfügbarkeit eins von Sanoflore, Melvita oder wie zuletzt das Lindenblütenhydrolat von Abiessence. Die Marke kannte ich noch nicht und musste sie daher natürlich mal in Augenschein nehmen. Abiessence ist ein französisches Unternehmen, das vor allem ätherische Öle herstellt und in Folge dessen auch Hydrolate anbietet. In Frankreich wird die Marke von La Source vertrieben (u.a. wird auch die deutsche Marke alva in Frankreich von La Source vertrieben). Mit dem Hydrolat bin ich sehr zufrieden, es duftet würzig, herb und ein bissl nach Wald. 


Auf die feuchte Haut gebe ich dann 2-3 Tropfen Öl, dabei ist das Gesichtsöl von Dr.Hauschka schon seit Jahren ganz oben in meiner Hitliste, vor allem im Sommer. Wenn es wieder frischer und windiger draußen wird, werde ich wieder zu meinem Argan- oder Süßmandelöl von Melvita greifen.
Bis zuletzt, als die Sonne uns mit ihren Strahlen noch im Übermaße hold war, habe ich auch jeden Tag die leichte Feuchtigkeitsmilch mit LSF 30 von Kimberly Sayer aufgetragen. Dies ist schon meine zweite Flasche, mit der ersten kam ich ein Jahr lang aus, bis ich mir dann bei Amazingy Nachschub bestellt habe. Da die Creme überarbeitet wurde, hatte ich zunächst Bedenken, ob sie mir immer noch so gut gefallen würde, aber bis jetzt schlägt sie sich genauso gut wie ihr Vorgänger. 


Nun denn, es wird Herbst und ich fahre schwerere Geschütze für meine Haut auf. Statt der Sonnencreme kommt jetzt die Dr.Hauschka Quittencreme ganz dünn über dem Gesichtsöl zum Einsatz. Sie duftet so lecker fruchtig-zitronig, dass es jeden Morgen eine Freude ist. Dann gehe ich ans Schminken, dazu stelle ich bald auch noch eine Favoritenliste vor.

Abends: Wenn es Zeit ist, die ganze Farbenpracht wieder von meinem Gesicht zu entfernen, schminke ich erst die Augen ab und wasche mein Gesicht anschließend mit einer Kräuterseife. Dann kommt eines meiner absoluten Lieblingsprodukte zum Einsatz, das Dr.Hauschka Gesichtstonikum. Unzääählige Flakons habe ich davon in meinem jungen Leben schon verbraucht :-D Ich liebe den Duft, er ist für mich eines der stärksten Wiedererkennungsmerkmale von Dr.Hauschka. Das Tonikum trägt erfahrungsgemäß mit dazu bei, meine Haut in guten wie in schlechten Zeiten im Gleichgewicht zu halten.

Das mit der fettfreien Nachtpflege habe ich monatelang versucht, meine Haut kommt damit leider nicht zurecht. Dennoch bin ich bei der abschließenden Pflege sehr sparsam und verteile nur 1-2 Tropfen von meinem Pai Hagebuttenöl auf dem Gesicht. Öle trage ich im Gesicht immer folgendermaßen auf: Ich nebel mein Gesicht ein, dann verreibe ich ein paar Tropfen Öl zwischen den Händen und drücke die Handflächen dann auf mein Gesicht in abrollenden und klopfenden Bewegungen. So zieht es bei mir am schnellsten ein.
Dann pamper ich noch meine Lippen mit dem Dr.Hauschka Lippenkosmetikum und bin bettfertig.


Einmal die Woche mach ich mich dann zum Erdferkel mit der Rosa Heilerde Maske von Cattier. Morgens vor dem Duschen lege ich kurz eine warme Kompresse auf die Haut und verteile dann eine walnussgroße Portion der Maske auf dem Gesicht. Die Maske in der Tube ist unheimlich praktisch, weil man sie nicht erst anrühren muss. Ich kaufe mir in der City Pharma Apotheke in Paris immer einen Vorrat und nehme sie auch auf Reisen mit. Und die Wirkung ist genial! Sie reinigt die Poren, ohne die Haut auszutrocknen. Unter der Dusche geht dann die ganze Herrlichkeit den Abguss runter. 

Ich finde es herrlich entspannend, für mich die ideale Zusammenstellung an Produkten gefunden zu haben. Mit der Zeit habe ich einfach ein Gefühl für die Zustände meiner Haut bekommen und verlasse mich jetzt lieber auf mein eigenes Urteil als auf das, was auf Produktpackungen steht. Es wird mir nicht langweilig, da ich ja immer noch an einigen Stellschrauben drehen kann, wenn mir nach Neuem ist. 

Wie sieht das bei euch aus mit der Gesichtspflege, seid ihr da auch “zur Ruhe gekommen”, wenn man das mal so sagen kann, oder seid ihr noch auf der Suche nach der sonnigen Lichtung im Wald?

Dienstag, 17. September 2013

Was man wirklich braucht

... ist erstaunlich wenig. Das wollte ich euch vorneweg mitteilen, bevor es hier langsam wieder losgeht. Es wird nicht mehr so häufig neue Produktvorstellungen geben, auch wenn ich immer großen Spaß daran habe, euch Neues zu zeigen. Und das liegt an einem einfachen Grund, der sich nicht nur auf Kosmetik, sondern auf mein gesamtes Kaufverhalten bezieht. Es gab einige, wie soll ich sagen, Impulse, die mein Konsumverhalten grundlegend verändert haben. Es war ein sich über die Jahre entwickelnder Prozess. Hui!, so ernst, aber ich meine es wirklich ernst.

Schon seit meiner Jugend interessiere ich mich für Entrümpelungstipps und Ordnungssysteme und habe letztere immer gerne für mich entwickelt. Ich habe viel Zeit damit verbracht, meine Besitztümer möglichst effektiv im Wohnraum unterzubringen. Was aber nicht hieß, dass sich die Ordnung von alleine eingestellt hat! Es kamen ja immer wieder neue Dinge hinzu, die auch einen Platz einforderten. Und so ging das ganze immer weiter, jeder neue Gegenstand nahm nicht nur Platz in meinem Zimmer, sondern auch in meinem Kopf ein. Und irgendwann nimmt man seine Dinge gar nicht mehr bewusst war, sondern ganz viele der Dinge die man besitzt verschwimmen zu einer Masse, die einfach "da" ist, vor sich hin existiert und noch nicht mal geliebt und verwendet wird. Bis vor gar nicht allzu langer Zeit habe ich so gelebt. Mit Dingen um mich herum, die nur meinen freien Blick behindern und über deren Aufbewahrung ich mir den Kopf zerbrechen musste. Das waren Kleinteile wie teilweise jahrealter, ungetragener Modeschmuck, Kerzenleuchter und Teelichtgläser (und wiiiieviele davon, das glaubt man nicht, bis man sie mal auf einem Haufen sieht!), unzääählige Bücher, an denen mein Herz nicht hing, kiloweise Kleidung, die nur meinen Schrank (über)füllte usw. Das mit dem Entrümpeln konnte ich einfach kaum richtig umsetzen, weil ich erstens meiner damaligen Meinung nach zu sehr an den Dingen hing als dass ich sie weggeben konnte und weil sie zweitens Geld gekostet haben. Ich hielt an diesem ganzen Volumen fest, weil es einen materiellen und scheinbar ideellen Wert hatte. Und beide Aspekte musste ich mal gründlich hinterfragen und schauen, ob ich überhaupt so viel Platz für so viel Material und vermeintliche Erinnerungsstücke in meinem kurzen Menschenleben habe. Und genau das war mein Problem. Das war der Knoten, der erkannt und gelöst werden wollte. Und da kamen die Impulse ins Spiel.

Ich war mal wieder im Aufräumwahn und suchte neuen Input, bin also zum Wittwer in Stuttgart spaziert und habe mich umgesehen, was es Neues an Aufräumliteratur gab. Eine Verkäuferin drückte mir das Buch "Magic Cleaning" von Marie Kondo in die Hand. Und ich setzte mich auf einen roten Würfel und fing an zu lesen. Nach ein paar Seiten war klar, dass ich dieses Buch brauchte. Dass ganz viele Menschen dieses Buch brauchten! Ich kaufte es und las es von vorne bis hinten in nur zwei Tagen. Das, was die Autorin schrieb, war genau der Anstoß, den ich brauchte. Sich von Dingen trennen, die einen nicht glücklich machen. So einfach ist das. Und dann eben doch wieder nicht, denn sonst hätte ich ja nicht erst nach so einem Buch suchen müssen ;-)

Und dann ging's los. Ich ahnte schon länger, dass ich sooo viele Dinge gar nicht in meinem Leben brauche und vor allem, gar nicht will. Ich habe meinen Besitz extrem verschlankt, dabei kam mir ein anstehender Umzug natürlich sehr gelegen. Gehilfen beim Entrümpeln waren Kleiderkreisel, Oxfam, Second-Hand-Shops, das Rote Kreuz usw. Kisten- und säckeweise schaffte ich das Zeug weg und mir mehr Raum. Und ich habe das Gefühl da geht noch mehr! Ich bin keiner von diesen Menschen, die nur 100 Sachen besitzen und das ist ja auch gar nicht mein Ziel. Die Zahl meiner Objekte spielt für mich keine Rolle, wichtig ist mir nur, dass jedes Objekt was ich habe und was ich neu kaufe, geliebt wird, wie man ein Objekt eben lieben kann. Dass es einen würdigen Platz in unserer Wohnung hat und nicht nur zum Staubwischen hochgehoben wird.

So, und jetzt schließt sich der Kreis nämlich meine Lieben. Wenn man erstmal, dank der Routine beim Ausmisten, ein Gefühl dafür bekommen hat, welche Dinge einem wirklich etwas bedeuten, dann kauft man ganz anders ein. Wenn man überhaupt noch einkauft! Nein, ganz so hart ist es nicht. Es ist eigentlich überhaupt nicht hart, weniger Sachen zu kaufen. Es macht mir sogar Spaß, mir Gedanken darüber zu machen, ob ich ein Teil kaufen möchte oder nicht. Man bekommt einen ganz anderen Bezug zu den greif- und kaufbaren Objekten dieser Welt. Ich erinnere mich gar nicht mehr an meinen letzten Impulskauf. Ich habe zwar immer einige Dinge auf dem Schirm, die demnächst mal angeschafft werden müssen, aber das meiste ist einfach notwendig wie Kleidung oder Körperpflegeprodukte. Bevor ich mein Geld über die Theke schiebe, hake ich im Kopf mittlerweile routinemäßig und blitzschnell meine mini Checkliste ab: Brauche ich es und macht es mir wirklich Freude? Oder noch einfacher: Macht es mich glücklich? Das ist im Grunde die Quintessenz des Buches von Marie Kondo. Das klingt jetzt furchtbar ratgebermäßig, aber so halte ich mir die Wohnung müllfrei!

Ja, und aus dieser Erkenntnis heraus hat sich mein Kosmetikbestand enorm reduziert, um jetzt mal wieder auf das Thema Beautyzu lenken :-)
Bis auf ein Produkt (darüber schreibe ich bestimmt noch mal an anderer Stelle) kaufe ich nur noch Natur- und naturnahe kosmetik, aber das ist ja nichts wirklich Neues. Und selbst da bin ich genügsamer und vor allem wählerischer geworden. Auf meine letzten Errungenschaften habe ich mich wochenlang im Voraus gefreut und nutze sie jeden Tag mehrmals (u.a. die neuen Dr.Hauschkas Lippies natürlich!). Ich habe viel Spaß an meinen ausgewählten Schminksachen und genieße den Überblick in meiner Schminkschublade.

Falls ihr euch jetzt irgendwie wiedererkannt habt in meinem "alten" Ich und lernen wollt, eure Wohnung ein für alle Mal von überflüssigen Gegenständen zu befreien, dann besorgt euch das Buch. Einfach mal lesen und abwarten, ob sich ein Schalter umlegt :-)
Man muss es nicht so auf die Spitze treiben wie die Autorin, denn sie hat ihre Wohnung bis zur Perfektion entrümpelt und organisiert, obwohl es beim Lesen schon beträchtlichen Eindruck bei mir geschindet hat.

So, das war mir wichtig euch mitzuteilen und ich danke euch, wenn ihr es bis hierher durchgehalten habt. Ich freue mich auf die nächsten Posts und habe auch schon ein paar Ideen. Aber ich bin auch sehr gespannt, ob ihr Ideen oder Wünsche für künftige Blogeinträge habt? Thematisch könnt ihr links und rechts fischen, ich bin da erstmal offen und schaue, ob ich ausreichend Kompetenz mitbringe ;-)

Jana