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Sonntag, 30. Oktober 2011

Spitzenleistung

Geneigte Leserinnen,

kürzlich wurde ich gebeten, ein paar Haarpflegeprodukte (die was taugen) vorzustellen. Nun denn, ich habe kein Arsenal an Haarpflegezeug, denn bei mir lautet die Devise, getreu dem vorigen Post, weniger ist mehr. Ich habe zwei oder drei Shampoos, eine Kur und ein Haaröl. Und das Haaröl hat heute seinen großen Auftritt vor Publikum:

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Es ist das Huile capillaire nourissante von Lovea, ein Pflegeöl mit Karitéöl, entweder als Kurpackung vor dem Haarewaschen oder als Spitzenpflege (wouhaha, im wahrsten Sinne des Wortes). Meine Haare haben zu viele Fliegenpilze gegessen und meinen jetzt, sie könnten fliegen… nicht mit mir! Nach einer Turbantrockeneinheit lass ich meinen Dickkopf nach unten hängen und verreibe einen (!) Spritzer zwischen den Handflächen, um das Öl dann durch die Spitzen, sprich die letzten fünf Zentimeter zu ziehen. Also, ihr versteht, halt bis in die Spitzen verteilen. Dann kämm ich meine noch feuchten Haare mit einem grobzinkigen Kamm und lass sie lufttrocknen.

Keine Angst, das Haar sieht nicht fettig aus mit dem Öl in den Spitzen. Die Menge ist so gering, dass es nicht nach Frittenbude aussieht. Und ich wasche meine Haare mittlerweile ja nur noch alle drei bis vier Tage, das wäre ja gar nicht möglich, wenn ich vor Öl triefen würde. Es ist aber eben ausreichend, um meine spröden und durch tägliche Hochsteckfrisuren gepeinigten Haarspitzen zu pflegen bzw. sie zu bändigen. Für aufbauende Pflege ist es, sobald die Haare aus der Kopfhaut kommen, sowieso schon zu spät. Belehrt mich eines Besseren, wenn ich mich täusche. Aber gepflegt auszusehen ohne industriellen Unrat ist doch schon mal was.

So, wie riecht denn die chose? Herrlich, meine Lieben. Nach echter Vanille, Nusseis und frischen Waffeln. Dabei aber nicht foody, sondern schon nach einem Kosmetikprodukt. Aber eben total göttlich. In den Haaren nimmt man den Duft nur noch periphär wahr.

Das Haaröl trägt das ecocert-Label, enthält kein Paraben, keine Silikone, keine PEG, dafür aber Karitéöl, Sesamöl, Sheabutterextrakt, Sonnenblumenöl, Kürbiskernöl. Insgesamt stammen 21,9 % der Inhaltsstoffe aus biologischer Landwirtschaft. So viel zu den harten Fakten.

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Ich bin ehrlich zufrieden mit dem Gesamtpaket Pflege, Handhabung, Duft. Ich habe meins vor Monaten bei Monoprix in Frankreich für ca. 6 Euro gekauft. Und ich brauche wenig davon. Sehr. Wenig.

Seid ihr auch so minimalistisch bei eurer Haarpflege? Ich bin ja ehrlich gesagt auch zu faul, um mehr zu machen. Aber hey, meinen Haaren fehlt nichts.

Liebe Grüße,

Jana

Kommentare:

  1. Klingt toll : ) Ich wechsel immmer wieder gerne meine Haarsachen, momentan benutze ich das Moroccanoil : )

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  2. danke für die review :)) ich war doch gemeint, oder? ;)
    nur 6 euro bei monoprix??? wenn schon loreal-haarpflege in frankreich über 10€ kostet, hätte ich wesentlich mehr dafür erwartet, aber umso besser. merk ich mir.
    ich benutze shampoo&spülung von lush und hauschkas neem öl. ich bin auch recht faul, was styling betrifft und wenn es doch dazu kommt, dann neige ich zu chemikeulischen sprays und schäumen - ich habe noch kein stylingprodukt aus den bio-segment ausprobiert. du??
    die bringen doch eh nix mehr, wenn man mit fön & heißluftwicklern hantiert;)
    meine friseurin hat mal wieder über kérastase geschwärmt, ich überlege wieder rückfällig zu werden...
    ps: wie schaffst du es, sie nur alle 3-4 tage zu waschen? ich muss trotz trockenen, langen, dicken, gewellten & gefärbten haaren alle 2 tage ran :/

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  3. Viva,

    Maroccanoil ist ja jetzt total im Trend.... bis ich mein Öl aufgebraucht habe ist der Trend garantiert schon wieder abgeflaut... ;)

    Jana,

    zum Fixieren nehm ich Elnett. Das hinterlässt keine Rückstände, im Gegensatz zu dem Haarspray von alverde.
    Ich kann meine Haare nur deshalb getrost seltener waschen, weil ich am dritten Tag abends meine Ansätze mit Babypuder von Penaten bestreue und dann kämme. Am nächsten Morgen nochmal das Gleiche. Nur nicht zuviel nehmen, sonst haste nen Grauschleier. Und am Waschtag die Haare nicht exzessiv entfetten. Die rächen sich nämlich und fetten, wie man es überall liest und es stimmt, schneller nach. Ich habe mittlerweile gelernt, einem Shampoo zu vertrauen. Es reinigt auch ohne zehn Tonnen Schaum auf dem Kopf. Seitdem ich das mit dem Waschen so handhabe, sind meine Haare viel relaxter und glänzen auf ganz natürliche Weise.

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  4. Ich brauche kein Haaröl mit meinen kurzen Haaren, aber ich mag einige Produkte von Lovea Bio auch:) Die Monoi-Serie hat es mir ja sehr angetan, von der Karité-Reihe hatte ich mal ein Duschgel.

    Ich freue mich übrigens immer wieder, wenn du französische Produkte vorstellst :)

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  5. Da thema haare ist wirklich kompliziert, vor allem wenn frau es einfach und natürlich haben will und trotzdem mit 3-wetter-taft-werbe-frisur ihren Glanzauftritt haben will :0 manchmal klappt's bei mir, manchmal nicht ;)
    Das Neem Öl von Dr.Hauschka ist seeeeeeeeeehr fettig, daher nicht so super für die Spitzen. Ich hatte es aber mal als Hitzeschutz genutzt und das ging super (ja mein 15 Jahre alter Lockenstab wird noch 1x mal im Jahr rausgekramt). ansonsten bin ich gespannt welchen Shampoo du vertraust, denn meine NK shampoos lassen mich alle regelmäßig im stich. LG liv

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  6. Ja, Haaröl benutze ich auch ganz gern, vor allem, weil es das beste Leave-In Produkt ist, wenn man auf silikonfreie Haarpflege schwört.
    Ich nehme ganz gern Kokosöl dazu. Allerdings mach ich das seit ner ganzen Weile nicht mehr ins nasse oder feuchte Haar, weil ich gelesen hab, dass das Öl, indem es die feuchten Haare umschließt, die Feuchtigkeit im Haar einschließt und es somit nur noch mehr austrocknet.
    Also nur in die trockenen Haare!

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  7. Mir gefällt es dass du nicht nur die gängigste nMarken vorstellst - super!

    Lg Cheana

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So, dann äußer dich mal :)