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Dienstag, 19. November 2013

Natronpulver für schönes Haar

Na toll, da kündige ich die Fortführung meines Blogs an und dann häng ich hier nur höchst selten rum. Das liegt natürlich an einem einzigen Grund: Ich schreibe meine Abschlussarbeit und das seeehr intensiv. Bis Mitte Dezember möchte ich fertig werden und das unterwirft mich einem gewissem Zeitdruck. Immerhin ist das Thema genau mein Ding. Ich möchte hier nicht zu viel dazu sagen, aber es geht um Naturkosmetik ;-)

Heute morgen hat es mich aber wieder gepackt – seit Tagen geistern mir ein paar Dinge im Kopf herum, die ich für mitteilungswürdig halte und deshalb bin ich extra früh aufgestanden eins davon für euch danieder zuschreiben :-D
Es gibt leider kein Foto für euch heute, der Protagonist meines Posts ist euch allen vermutlich eh bekannt und sieht in seiner Reinform sowieso eher aus wie illegales Rauschmittel…

Ich halte ja große Stücke auf den Allrounder Natronpulver. Es ist ein umweltschonendes Allzweckmittel und wird meinem Eindruck nach oft unterschätzt. In meinem Haushalt kommt es an allen Ecken und Enden zum Einsatz: in der Waschmittelkammer zum Waschmittel als Reinigungsverstärker, zum Abflussreinigen, als Schuhpulver, als Zutat für meine selbstgerührte Deocreme, als Handpeeling (siehe mein Post dazu HIER), zum Salatwaschen, zum Deodorisieren der Spülmaschine…

Vor einigen Tagen bekam ich dann von einer Freundin den Tipp, reines Natronpulver als Haarwaschmittel zu verwenden. Erst war ich skeptisch, weil ich Natron bisher nur als Reinigungsverstärker, also mit einem Tensid zusammen, verwendet habe. Aber sie war so begeistert davon, dass ich es schließlich auch mal an meinem Schopf ausprobiert habe.

Dazu gibt man einen TL Natronpulver auf einen Becher warmes Wasser (besser aus Plastik, er kommt ja mit unter die Dusche). Dann verteilt man diese Lösung im trockenen Haar und massiert sie gut ein. Während der Einwirkzeit von ca. zwei Minuten seif ich mich dann ein und wasche dann meine Haare aus. Und sie fühlen sich bereits sehr gut an! Zum Abschluss mach ich dann noch eine saure Rinse mit einem Spritzer Plastikzitrone auf einen Becher Wasser. Dann nochmal kurz mit klarem Wasser nachspülen und raus aus der Dusche!
Es war wie eine Erleuchtung – so einfach und doch bin ich vorher einfach nicht drauf gekommen! Die ganze Prozedur klingt aufwendiger als sie ist, ich brauch mit dem Natron-Procedere genau so lange wie mit meinen anderen Shampoos.

Bisher habe ich immer Kaiser-Natron für meine Zwecke verwendet, aber das geht auf die Dauer ganz schön ins Geld. Man bekommt die Tütchen im 5er-Pack mit insgesamt 250g für rund 2 Euro. Bei meinem Verbrauch sind die Tütchen ratz-fatz leergerieselt, ich brauchte also eine neue Bezugsquelle die meinen Maßstäben entspricht. So erwarte ich die nächsten Tage die Lieferung eines 5-Kilo-Eimers Natron. Ja ja, meine männliche bessere Hälfte hat nur den Kopf darüber geschüttelt, wie ich mich über einen Eimer NaHCO3 so freuen könne… Aber er macht jetzt auch das Natronshampoo und dafür braucht es halt die notwendigen Rohstoffe :-D

Ich finde diese Art des Haarewaschens total super: die Kopfhaut wird nicht gereizt, aber dennoch ist die Lösung stark genug, um sogar Stylingprodukte aus den Haaren zu lösen. Mein Haar bekommt ein Volumen, das ist nicht von dieser Welt. Und es glänzt… man will sich die ganze Zeit in die Haare fassen!
Es herrscht zur Zeit eine starke Konkurrenz unter den Produkten in meiner Dusche, denn jedes will meine Aufmerksamkeit und benutzt werden. Daher wechsel ich immer ab, nehme das Shampoo, worauf ich Lust habe. Das Natronwunder kommt so einmal die Woche zum Einsatz.

Habt ihr das schonmal gemacht? Oder habt ihr andere denkbar simple Hausmittel für eure Haarwäsche? Ich bin immer offen für neue haarige Ideen :-)
Jana

Kommentare:

  1. Hallo liebe Jana!!!
    Juhuuuuu endlich wieder ein neuer Post :D
    Ich benutze einmal die Woche Heilerde bei der Haarwäsche und bin ziemlich zufrieden.
    Das mit dem Natron ist aber auch ne klasse Idee, die ich demnächst mal ausprobieren werde!

    Liebste Grüße,
    Feline

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    1. Liebe Feline, da freut sich aber jemand :-) Freut mich wenn du hier gerne reinschaust.
      Heilerde wollte ich auch immer mal ausprobieren, und du hast mich jetzt wieder daran erinnert. Wie machst du das dann genau?

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    2. Du bloggst die letzte Zeit so wenig, deswegen freue ich mich immer auf neue Posts von dir.
      Ich wasche meine Haare 1mal in der Woche mit Heilerde,
      da es meinen leicht fettigen Haaren echt gut tut :)
      Dazu nehme ich 10 EL Heilerde und 200 ml Wasser. Rühre daraus einen dicken Brei an.
      Abschließend lasse ich es auf der Kopfhaut und ganz wenig in den Haaren ca 20 Min. einwirken, und spüle es mit lauwarmen Wasser aus.
      Würde mich übrigens über einen Post mit dem Thema "Heilerde" sehr freuen :)
      Wünsche dir noch eine angenehme Woche liebe Jana!

      Liebste Grüße,
      Feline

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  2. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  3. Ist die saure Spülung zum Schluss ein Muss, oder denkst du, es würde auch ohne gehen?

    Liebe Grüße
    C. :)

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    1. Hm, gute Frage, ich weiß es ehrlich gesagt nicht ganz sicher. Die saure Rinse schließt auf jeden Fall die Schuppenschicht nach dem Haarwaschprozess, was die Haare glänzend macht. Ich habe es noch nicht ohne Rinse ausprobiert, weil ich das Ergebnis der Kombination aus Natron und anschließender verdünnter Säure immer sehr zufriedenstellend finde.

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  4. Eine klasse Idee, vielen Dank für die Inspiration :-)

    Ich kenne die Natronwäsche bisher nur vermischt mit Shampoo, wäre aber nie auf die Idee gekommen Natron alleine dazu zu verwenden. Mich würde sehr interessieren, wie deine Langzeiterfahrungen damit aussehen. Ich kann nämlich echt nicht einschätzen, ob die Form der Haarwäsche aggressiver ist als mit milden Tensiden.

    Liebe Grüße,
    KleinesGehopse

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    1. War gar nicht meine Idee, ich hab sie nur weitergegeben :-D
      Ich war bis dato auf dem gleichen Stand wie du und nahm Natron nur als Zusatz zu einem Reinigungsprodukt, daher war ich auch ziemlich überrascht, dass es es ogut pur funktionierte! Allerdings ist die Einwirkzeit sehr wichtig, ebenso darf die Lösung nicht zu schwach sein, höchstens 200 ml Wasser auf 1 TL Natronpulver, sonst wirkt es kaum bis gar nicht.

      Ich mache das Natronshampoo erst seit Kurzem und auch nur einmal die Woche, kann also noch keine Aussagen zur Langzeitwirkung machen. Jedenfalls habe ich feststellen können, dass meine Haare etwas weniger nachfetten, und das ist schonmal gut :-)

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  5. Der Natronwäsche will ich schon seit längerem eine zweite Chance geben, der erste Versuch war etwas enttäuschend und wurde vielleicht überhastet abgebrochen, und dein Post war der Tritt in den Hintern, den ich dazu brauchte. Meine Kopfhaut verträgt bisher praktisch keine der in der NK verwendeten Tenside, da könnte das Natron eine gute Alternative sein.

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    1. Oh je, was verwendest du denn dann für deine Haarwäsche?

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    2. Momentan wieder Lavaerde oder das Haarwaschpulver von Eliah Sahil, auch ein Shampoo von Maienfelser bin ich noch am Testen, aber meine geliebten festen Shampoos kann ich leider nicht mehr verwenden, zumindest habe ich noch keins gefunden, das bei mir auf Dauer nicht zu einer gereizten Kopfhaut führt.

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    3. Wie wendest du Lavaerde zur Haarwäsche an? Machst du so eine Art Spülung? Ich "sammel" gerade Anwendungstipps, weil ich Lavaerde noch nie zum Waschen genommen habe.

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  6. Von der Natronwäsche habe ich nun schon häufiger gelesen. Du hast in den Kommentaren geschrieben, dass du das nur einmal in der Woche machst. Heißt das, dass du generell nur einmal in der Woche wäschst, oder wechselst du mit "normalen" Shampoos ab?

    Ich wünsch dir weiterhin viel Erfolg bei deiner Abschlussarbeit. :)

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    1. Hi Jess!

      Ich wasche meine Haare alle zwei Tage. Habe schon versucht, den Rhythmus zu verlängern aber meine Kopfhaut spielte nicht mit. Zur Zeit verwende ich Shampoos von Urtekram, Cattier und eben das Natron-Ding, im Wechsel :-)

      Danke für deinen Zuspruch! Dass sie so zeitfressend werden würde habe ich mir im Traum nicht vorgestellt, aber ich hab meine Ansprüche und sie muss gut werden ;-)

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  7. ich lese immer mehr von Natron im Bereich der NK und bin echt begeistert. Momentan bin ich geneigt es auch als Gesichtspflege in Verindung mit Jjobaöl zu benutzen. Aber ich denke für die Haare werde ich mich auch bald rantrauen.

    LG:

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    1. Hallo Irena,

      wie würdest du Natron im Gesicht anwenden? Als Peeling? Das mach ich regelmäßig für meine Hände :-)

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  8. Ich wasche meine Haare alle 1,5 Wochen mit Rhassoul, ich habe das Gefühl, dass ihnen das als Abwechslung zu meinen anderen Shampoos ganz gut bekommt.
    Von Natron habe ich auch gehört, dass es als natürliches Mittel zum Zähnebleichen verwendet werden kann. Ich weiß nicht, was ich davon halten soll :-S
    Jetzt würde mich aber doch interessieren, wie du Natron als Schuhpulver und zum Salatwaschen verwendest ;-)
    Liebe Grüße,
    Johanna

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    1. Hallo Johanna,

      alle 1,5 Wochen? Mann, ich wünschte meine Kopfhaut würde sich auch so diskret verhalten. Hast du deine Haare darauf trainiert, nicht nachzufetten oder wie schaffst du es solange? Das würd mich echt interessieren.

      Zum Zähnebleichen... daran hab ich auch noch nicht gedacht. Einerseits wirkt es stark abrasiv auf dem Zahnschmelz, andererseits nehm ich es zum Waschen weißer Wäsche. Wie das auf den Zähnen dann genau funktioniert wüsst ich auch mal gern.

      Also, ich gebe eine Messerspitze Natronpulver ins Salatwaschwasser, weil es den Dreck irgendwie besser löst und der Salat sauberer wird. Für die Schuhe geb ich einfach einen EL Pulver in einen Teebeutel, noch 1-2 Tropfen Lavendelöl dazu und dann als Deo in die Schuhe, also für stark beanspruchte Schuhe wie Sportschuhe usw.

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    2. Oh ne, da hab ich mich etwas unverständlich ausgedrückt, ich wasche meine Haare jeden zweiten Tag, und eben ca. jedes 4.-5.Mal mit Rhassoul. Sie sind jetzt kürzer, noch nicht kinnlang. Als sie noch übers Kinn gingen, habe ich alle drei Tage gewaschen, meine Kopfhaut hat sich recht schnell dran gewöhnt, ich habe aber auch insgesamt recht trockene Haut. Außerdem habe ich die Haare nachts immer hochgesteckt, damit ich nicht draufliege, das hätte sie sonst besonders am Hinterkopf sehr platt und sicher auch schneller fettig gemacht.
      Liebe Grüße

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  9. Hey :)
    Ich habe deinen Blog vor zwei, drei Monaten mal als Lesezeichen gespeichert, da mir deine älteren Posts so gefallen haben. Finde es nur ein wenig schade, dass so selten neue Posts kommen. Vielleicht ändert sich das zukünftig?
    Nun aber zu der eigentlichen Frage: Machst du die Natronwäsche immer noch regelmäßig und wie aggressiv ist sie auf lange Sicht?
    Liebe Grüße
    Tamara

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    1. Hallo Tamara,

      ich wende die Natronwäsche nicht mehr an, weil sie mir zu aufwendig geworden ist und auf Dauer meine Haare austrocknet. Ab und zu ist sie ne tolle Sache, aber ich bin wieder zu meinem Lieblingsshampoo von Faith in Nature zurückgekehrt, welches ich regelmäßig in England bestelle :-)

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    2. Danke für die schnelle Rückmeldung :) Das mit dem austrocknendem Effekt könnte vielleicht nicht schlecht sein, um die Abstände zwischen den Haarwäschen zu verlängern, da man Shampoo schließlich nur in den Ansatz und nicht die Spitzen einmassieren soll. Wenn die zwei angebrochenen Shampooflaschen geleert sind, werde ich das mal ausprobieren.
      Hat sich deine Gesichtspflegeroutine auch verändert?

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    3. Hallo Tamara,

      meine Gesichtspflege hat sich nicht grundlegend geändert. Ich verwende immer noch Seife, und zwar eine Aleppo- und eine Salzseife im Wechsel. Morgens nehme ich das Rosenwasser von Apeiron als feuchte Grundlage, dann die Hanfcreme von Mulondon gemischt mit einem Tropfen Foundation von Studio 78 Paris hinterher. Abends gibt es das Tonikum von Dr.Hauschka und im Anschluss mal das Gesichtsöl von Pai oder ein Mandelöl, jeweils gemischt mit Aloe Vera Gel. Für die Augenparte nehme ich immer noch die Creme von i+m.

      Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!

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